Nachdem ich im ersten Teil über meine Erkrankungen berichtet habe, möchte ich nun persönlicher werden. Ich teile meine Erfahrungen, die Herausforderungen, die ich durchlebt habe, und die Wege, die mir anfangs halfen, mit meinen Krankheiten umzugehen.
Die schmerzhafte Reise zur Diagnose
Der Weg zu meinen Diagnosen war geprägt von Unsicherheit und Angst. Als die ersten Symptome im Februar 2025 auftraten, war ich gerade mit meiner Familie von Hamburg nach Cambridge umgezogen. Ich kämpfte mit Migräne, Schmerzen und Schlafstörungen. Die Diagnosephase war angespannt: Vier Monate voller Arztbesuche und Tests vergingen, bevor ich schließlich Antworten bekam. Dass ich in England privat versichert bin, half mir, frühzeitig einen Spezialisten zu finden und ernst genommen zu werden.
Rückblickend musste ich während der Diagnosestellung feststellen, dass die Symptome schon viel früher begonnen hatten, nämlich nach der Geburt meines zweiten Sohnes. Es waren isolierte Symptome wie eine Lungenentzündung, ein immer wiederkehrender Hautausschlag, wiederkehrende Rückenschmerzen und Erschöpfung. Viele dieser Symptome schrieb ich der Tatsache zu, dass ich zwei kleine Kinder hatte und kaum Schlaf bekam. Doch jetzt weiß ich, dass dies die ersten Anzeichen meiner Erkrankung waren.
Emotionale und körperliche Last
In dieser Zeit litt ich nicht nur körperlich. Oft konnte ich nicht klar denken und hatte mit Herzrhythmusstörungen und Panikattacken zu kämpfen. Mein Körper spielte mir übel mit, und ich fühlte mich verloren. Die Herausforderungen des Mama-Alltags wurden überwältigend. Es gab Tage, an denen ich nicht aufstehen oder mit meinen Kindern spielen konnte, was mich unendlich traurig machte.
Therapie und Unterstützung
Die Entscheidung, eine medikamentöse Therapie zu beginnen, fiel mir leicht, da es sich um ein bewährtes Medikament gegen Autoimmunerkrankungen handelt. Bei anderen Medikamenten zögerte ich, entschied mich jedoch dazu, den Ärzten zu vertrauen. Die aktuellen Medikamente helfen mir, meine Symptome zu kontrollieren und die Krankheitsschübe besser zu bewältigen. Ich habe zudem Strategien entwickelt, um meine Energie zu managen; Flexibilität in meinem Alltagsplan ist nun unerlässlich, sodass ich mich je nach Tagesform anpassen kann.
Der Umgang mit meiner Identität
Trotz der Herausforderungen habe ich gelernt, mich nicht auf meine Diagnosen zu reduzieren. Ich bin nicht meine Krankheit. Ich versuche, den Fokus auf die positiven Aspekte meines Lebens zu lenken und hole mir die Unterstützung, die ich brauche. Der Austausch über meine Erfahrungen, sei es im direkten Umfeld oder über diesen Blog, ist für mich eine wertvolle Quelle der Kraft. Ich hoffe, mit vielen von euch in den Austausch zu kommen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden.
Hoffnungen für die Zukunft
Auch wenn diese Erkrankungen nicht heilbar sind, gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass sich in der Zukunft noch vieles ändern wird. Die Forschung schreitet voran, und ich bin dankbar für die Fortschritte, die bereits gemacht wurden. Ich möchte eine Stimme für Frauen sein, die in ähnlichen Situationen stecken, und freue mich darauf, von euren Erfahrungen zu hören!
Hast du auch eine Diagnose bekommen und fühlst dich mit der Situation überfordert? Gerne begleite ich dich auf deinem Weg zu mehr Klarheit. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, was ich für dich tun kann, dann melde dich gerne bei mir! Hier geht es zum Kontaktformular.
Hast du Teil 1 verpasst? Den Blogpost findest du hier.
Wenn du gerade im Dazwischen steckst: Hier findest du Texte über Warten, Nicht-Wissen und das leise Weiterleben dazwischen.




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