Diese Einträge sind mittendrin entstanden.
Ohne Rückblick. Ohne Glättung.
Sie sind Notizen aus einem Hier und Jetzt,
das nicht geradlinig verläuft.
Ich teile sie so, wie sie waren.
17.10.
Mein Arm tut heute weh. Anfang des Jahres, noch undiagnostiziert, startete mein erster schwerer Schub mit Schmerzen in meinem rechten Arm. Kommt jetzt wieder einer?
18.10.
Gestern habe ich meine erste Grippeimpfung bekommen. Da ich immunmodulierende Medikamente nehme, wird das empfohlen.
Heute Morgen bin ich mit dem Gefühl eines Sturms im Körper wach geworden. Nebel im Kopf. Fieber.
Nach den Medikamenten war ich wieder ich.
19.10.
Meine Temperatur geht auch tagsüber kaum noch in den Normalbereich.
Der rechte Arm tut schrecklich weh. Diesmal zieht der Schmerz bis in die Finger und startet im Nacken.
Selbst die Tropfen der Dusche schmerzen.
20.10.
Mein Mann sagt, dass ich nur noch schlechte Tage habe.
Und ja – sie überwiegen gerade. Auch die Schmerzen.
Aber eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass ich zwischendurch auch gute Tage habe.
Sehe ich das falsch? Oder ist seine Sicht gerade verzerrt?
21.10.
Fast neun Stunden geschlafen.
Und trotzdem wieder diese Erschöpfung.
Nicht so schlimm wie gestern. Aber stark genug, um mich am liebsten unter die Decke zurückziehen zu wollen.
24.10.
Ich habe wieder mehr Energie.
Das fühlt sich gut an.
Auch wenn die Erschöpfung noch ein wenig nachhängt.
25.10.
Termin beim Rheumatologen gemacht.
Der nächste Schritt sind Immunsuppressiva. Teure Medikamente. Mit Risiken.
Trotzdem bin ich positiv gestimmt.
Physiotherapie. Verhaltenstherapie. Ein ganzheitlicher Ansatz.
Vielleicht wird es leichter.
26.10.
Heute bin ich traurig.
Mein Mann kann mich heute nicht auffangen.
Und ich muss lernen, dass Remission für mich vielleicht kein erreichbares Ziel ist.
Nicht, weil ich aufgegeben habe – sondern weil mein Krankheitsbild komplex ist.
27.10.
Es ist die dritte Woche, seit ich wieder arbeite.
Veränderung braucht Zeit.
Ich hoffe, dass wir unseren Rhythmus noch finden.
31.10.
Ein Monat endet. Ein neuer beginnt.
Und mit ihm – früher als sonst – meine liebste Zeit des Jahres.
Das erste Mal mit neuen Begleitern.
Viel ist anders.
Aber anders muss nicht schlecht sein.
Wenn du gerade etwas Handfestes brauchst, das den Tag ein bisschen bewohnbarer macht: Hier findest du kleine Werkzeuge und sanfte Orientierung.




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