Ein Blick hinter die Kulissen meines Blogs

Dieser Blog ist kein fertiger Ort.
Er ist eher ein Weg, auf dem ich laut denke.

Warum ich euch heute einmal mitnehmen möchte

Heute möchte ich euch hinter die Kulissen mitnehmen. Ein bisschen zeigen, welche Gedanken hinter diesem Blog stehen – und wie meine Texte entstehen. Warum schreibe ich hier überhaupt? Und was bedeutet es mir, an diesem für mich so besonderen Projekt zu arbeiten?

Ich glaube, Transparenz ist etwas Schönes. Gerade bei einem Blog wie diesem. Denn Texte fallen ja nicht einfach fertig vom Himmel. Hinter ihnen stehen Fragen, Erfahrungen, Zweifel, manchmal auch Unsicherheit – und ganz oft der Wunsch, etwas sichtbar zu machen, das sonst vielleicht nur diffus im Inneren bleibt.

Dass ich schreiben wollte, wusste ich schon immer

Dass ich schreiben wollte, wusste ich schon sehr früh. Da ist so viel in mir, das raus möchte. Nicht, um mich in den Vordergrund zu drängen, sondern weil ich Worte schon immer als eine Art Verbindung erlebt habe: als etwas, das innerlich sortiert – und manchmal auch im Außen ein Echo findet.

Ich habe schon immer gern meine Erfahrungen geteilt. Als kleines Mädchen habe ich in den Sommerferien jedes Jahr eine Zusammenfassung für meine Grundschullehrerin geschrieben – daran erinnere ich mich noch sehr genau. Und bis ich Anfang 20 war, habe ich diese Tradition weitergeführt und ihr einmal im Jahr, meist vor Weihnachten, einen Brief geschrieben.

Schreiben war für mich schon immer mit Freude verbunden. Und mit Flow. Heute ist es zusätzlich ein Weg geworden, Ordnung in das Chaos meiner Gedanken zu bringen. Ich setze mich beim Schreiben mit Themen auseinander, die in meinem Leben gerade einen hohen Stellenwert haben. Das hilft mir selbst – und vielleicht schenkt es auch anderen manchmal ein kleines Stück Orientierung.

Denn es gibt fast immer jemanden, der einen Weg schon ein Stück vor uns gegangen ist. Jemanden, der sich mit einer Frage schon beschäftigt hat, die wir uns gerade erst stellen. Warum also nicht Erfahrungen teilen? Nicht als Abkürzung für alles – eher als kleine Laternen am Weg.

Warum ich diesen Blog begonnen habe

Über die Jahre gab es bei mir immer wieder kleinere Schreibprojekte. Aber bis zu diesem Herzensprojekt hatte ich nie das Gefühl, wirklich meine Stimme gefunden zu haben.

Dabei habe ich mir Unterstützung geholt. Ich habe eine wundervolle Schreibcoachin, die mir hilft, Ordnung in meine Ideen zu bringen – und mich sehr darin bestärkt hat, meiner eigenen Stimme zu vertrauen. Seitdem kommen die Texte leichter. Nicht immer, aber oft.

Viele Blogposts habe ich schon im Kopf und schreibe sie irgendwann einfach auf. Andere brauchen mehr Zeit oder Recherche, weil ich mich selbst erst tiefer in ein Thema hineinbewegen möchte. Und wieder andere sind Ideen, die vielleicht erst in einem halben oder ganzen Jahr Sinn machen.

Meine Diagnosen haben meinen Blick auf das Leben, auf Sinn und auf die Frage, wie ich meine Zeit verbringen möchte, grundlegend verändert. Aus dieser Veränderung heraus ist dieser Blog entstanden.

Er ist für mich ein Werkzeug der Verarbeitung. Ein Ort, an dem ich Dinge besser verstehen kann. Und gleichzeitig ein Projekt, aus dem – wenn es so sein soll – etwas wachsen darf, das verbindet und stärkt.

Und nicht zuletzt liegt es mir am Herzen, auf diese Erkrankungen und die Themen darum aufmerksam zu machen. Um Betroffene zu unterstützen, die noch am Anfang stehen. Aber auch Angehörige, die verstehen möchten, was da eigentlich passiert. Wir dürfen mehr über solche Dinge sprechen – weil genau das Menschen oft dabei hilft, sich weniger allein und besser verstanden zu fühlen.

Schreiben als Ort der Ehrlichkeit

Schreiben ist für mich zu einem Ort geworden, an dem ich meine Gedanken sortieren darf. Zu einem Ort der Ehrlichkeit.

Und vielleicht ist dieser Blog genau das auch für euch: eine Einladung. Mit auf diesen Weg zu gehen. Zu schauen, was für euch passt – und alles andere hierzulassen. Alles kann, nichts muss. Ihr seid auf eurem eigenen Weg, in eurem eigenen Tempo unterwegs. Und ich bin hier, wenn ihr euch in etwas wiederfindet oder Austausch mögt.

Neben der Aufmerksamkeit für diese Erkrankungen ist es mir auch wichtig, ehrliche Erfahrungsberichte zu teilen. Symptome sind unterschiedlich, vielfältig und werden von jedem Menschen anders empfunden. Vielleicht trägt genau das – dieses „So ist es bei mir“ – dazu bei, dass du dich mit dem, was du gerade fühlst, nicht mehr ganz so allein fühlst.

Und auch wenn es ein wunderbarer Nebeneffekt ist, dass ich vielleicht den einen oder anderen Menschen ein Stück begleiten darf: Ich schreibe diesen Blog in allererster Linie für mich – um mein Leben besser zu verstehen.

Wie meine Texte entstehen

Viele meiner Texte beginnen mit einer Frage. Oder mit einem einzigen Wort.

Inspiration finde ich im Alltag, im Austausch mit Menschen in meinem Leben – und auch in den Gesprächen mit meiner Schreibcoachin, die immer wieder neue Türen in meinem Inneren öffnet und genau die richtigen Fragen stellt.

Manchmal kann ein kleiner Gedanke, der mich nicht loslässt, zu einem ganzen Text führen. Sogar zu einem Text über den Tod.

Manche Texte entwickeln sich langsam. Ich schreibe sie in Etappen und füge nach und nach Teile hinzu, bis irgendwann ein Ganzes entsteht. Ich mache mir dabei keinen Druck. Ich erzwinge Kreativität nicht. Aber sie findet mich oft – und manchmal ist sie so präsent, dass ich innerhalb weniger Minuten eine ganze Seite füllen kann.

Und manchmal weiß ich beim ersten Satz noch gar nicht, wo ein Text enden wird und auf welche Reise er mich mitnimmt. Auch das finde ich wunderbar.

Ich habe einmal über das Leben als eine Art Schnitzeljagd geschrieben – und genauso empfinde ich oft auch das Schreiben. Man weiß nie, in welchem Absatz sich plötzlich ein kleiner Schatz versteckt: ein Satz, der mich selbst komplett abholt. Oder ein Gedanke, der eine neue Tür öffnet.

Wann ich am liebsten schreibe

Am liebsten schreibe ich, wenn das Haus ruhig ist. Wenn mein Mann im Home Office arbeitet und meine Kinder in Schule oder Kindergarten sind. In diesen Momenten können mein Kopf und meine Gedanken am besten auf Reise gehen.

Manchmal muss ein Text aber auch einfach raus, weil er innerlich schon so stark da ist, dass er fast Druck erzeugt. Dann setze ich mich auch mal mit dem Laptop zu meinen Kindern, während sie spielen, und schreibe genau dort.

Ich habe einen Arbeitsplatz mit einem großen Fenster und Blick ins Grüne. Dieser Ausblick hilft mir sehr dabei, meine Gedanken zu ordnen und weiter in einen Text hineinzufinden. Ich habe mir diesen Platz so eingerichtet, dass ich mich dort rundum wohlfühle. Ich sitze sehr gern dort. Und ich schreibe sehr gern dort.

Schreiben ist für mich auch Regulation

Im Laufe der Zeit ist Schreiben für mich auch zu etwas geworden, das mich reguliert.

Ich kann Gedankenchaos aus meinem Kopf aufs Papier bringen und ordnen. Es fällt mir leichter, meine Gedanken aufzuschreiben, als sie im Kopf festzuhalten. Und ich schreibe oft über Themen, die mich selbst betreffen – Themen, in die ich mich dadurch noch tiefer hineinbewegen darf.

Natürlich könnte ich mich auch ohne Blog mit diesen Dingen auseinandersetzen. Aber das Schreiben hilft mir dabei, dass das, worüber ich nachdenke, in meinem Kopf klarer und greifbarer wird. Und das trägt mich wiederum im Alltag.

Was mich bisher überrascht hat

Ganz oft verstehe ich Dinge überhaupt erst richtig, wenn ich sie niederschreibe. Schreiben ist für mich ein Raum der Reflexion geworden.

Als ich zum Beispiel den Blogpost über die Big Five geschrieben habe, habe ich erst beim Schreiben gemerkt, dass meine eigenen Big Five gar nicht mehr stimmig waren. Also habe ich sie überarbeitet.

Der Beitrag über den Tod hat mich dazu bewegt, mich mit einem Themenbereich auseinanderzusetzen, der mir lange Angst gemacht hat. Und heute habe ich das Gefühl, dort ein Stück Frieden gefunden zu haben. Das fühlt sich gut an.

Überrascht hat mich auch, dass Ideen oft gar nicht dann kommen, wenn ich am Schreibtisch sitze – sondern mitten im Leben: beim Spazierengehen, beim Kochen (sofern mich die Kinder dabei nicht komplett vereinnahmen) oder mitten in einem Gespräch.

Tatsächlich ziehe ich einen großen Teil meiner Inspiration aus Gesprächen mit den wunderbaren Menschen in meinem Leben. Für diese Möglichkeit bin ich sehr dankbar.

Schreiben ist für mich also weniger ein Ergebnis als ein Prozess. Viele Gedanken werden erst klar, wenn ich beginne, sie aufzuschreiben.

Viele meiner Texte beginnen nicht mit Antworten, sondern mit einer Frage. Ich schreibe, um zu verstehen – nicht nur, um zu erklären.

Worüber ich hier eigentlich schreibe

Dies ist mein 32. Blogbeitrag. Und die Gedanken, Ideen und Fragen sprudeln immer noch.

Wenn du schon ein wenig mitliest, dann weißt du vielleicht, welche Themen im Mittelpunkt stehen – und auf welche Reise ich dich hier mitnehme.

Ich schreibe viel über meine chronischen Erkrankungen und über das Nervensystem, weil es für mich ganz klar im Zentrum steht: Ich lerne, wie ich besser mit Stress, Reizüberflutung und Regulation umgehen kann.

Als zweifache Jungsmama schreibe ich aber genauso über Mutterschaft, Mental Load, Selbstfürsorge und innere Entwicklung. Denn Mutterwerden verändert. Genauso wie Diagnosen das Leben verändern. Aber es gibt eben auch immer ein Leben danach. Eine Nina danach. Und diese Nina macht sich in diesem Blog gemeinsam mit euch auf den Weg.

Eine Frage an die Zukunft

Was ich mir von diesem Blog wünsche, ist, dass sich Menschen melden und von ihrer eigenen Reise erzählen. Ich wünsche mir, dass die Texte verbinden, abholen und Resonanz erzeugen – dass Gedanken, die in mir entstehen, irgendwo im Außen ein Echo finden.

Und ich bin sehr neugierig, wie sich dieser Blog weiterentwickeln wird. Gestartet bin ich im November 2025. Vielleicht schaue ich im November 2026 noch einmal zurück und frage mich:

Ist mein Warum noch dasselbe?
Welche Themen sind geblieben?
Welche sind neu dazugekommen?
Und was ist aus diesem Ort geworden, an dem ich heute so viel von mir und meinem Denken hineinlege?

Vielleicht entsteht dieser Blog genau dort, wo Gedanken noch nicht fertig sind.
Wo Fragen wichtiger sind als Antworten.
Und wo Schreiben ein Weg ist, ein wenig besser zu verstehen, was das Leben gerade von uns möchte.


Wenn du magst, schreib mir gern: Was nimmst du aus diesem Beitrag mit?
Und gibt es etwas, das du dir hier im Blog mehr wünschst – oder weniger? Ich lese wirklich alles.


Wenn du mehr Texte über Muttersein mit chronischer Erkrankung suchst – ohne Druck und ohne Perfektionsanspruch – findest du sie hier gesammelt.

Wenn du gerade im Dazwischen steckst: Hier findest du Texte über Warten, Nicht-Wissen und das leise Weiterleben dazwischen.

Und wenn du spürst, dass Krankheit etwas in Beziehungen verschiebt: Hier sind Texte über Nähe, Missverständnisse und Verbindung – auch im Unperfekten.


Wenn du magst, begleite ich dich auch zwischen den Texten.

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ÜBER MICH

Hi, ich bin Nina –
Mama von zwei Jungs, mit einem Körper, der seine ganz eigenen Regeln hat,
und deine Begleiterin bei Die sanfte Rebellion.

Ich stehe selbst noch mitten im Prozess – auf meinem Weg zurück zu mir, zu mehr Echtheit, innerer Ruhe und einem Leben, was sich wieder stimmig anfühlt.
Dieser Blog ist mein Raum, um zu teilen, zu lernen und zu wachsen. Ein kleines Stück Rebellion gegen das reine Funktionieren, gegen das permanente „Müssen“ – und für ein Leben, das sich wieder echt anfühlen darf.

Hier findest du ehrliche Reflexionen, sanfte Inspiration und kleine, alltagstaugliche Schritte, die dich dabei begleiten, wieder bei dir selbst anzukommen. Ohne Perfektion – aber mit ganz viel Herz.

Vielleicht bist du hier, weil du dich nach einem Ort sehnst, an dem du nicht zuerst erklären musst, warum du müde bist.
Ein Ort, an dem du nicht „besser werden musst“, um willkommen zu sein.

Die sanfte Rebellion ist für mich kein lautes Dagegen, eher ein Zurück:
zurück in den Körper, zurück in ein Leben, das sich für dich wahr anfühlt.
Und es ist ein Mit:
mit dir – und allem, was dazu gehört -auf einer Reise zurück zu dir selbst.

Ich schreibe neben dir.
Ohne schnelle Lösungen, ohne Druck. Eher wie eine leise Umarmung: da, wenn du sie brauchst.

Du darfst mitnehmen, was dich stärkt und den Rest hier lassen. Alles kann, nichts muss.

Wenn du wissen möchtest, warum ich diesen Blog ins Leben gerufen habe, schau dich gern hier um.
Und wenn du Gedanken teilen, Fragen stellen oder einfach Hallo sagen möchtest: Ich freue mich sehr über jede Nachricht und jeden Kontakt.


RÄUME

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Jeder von ihnen öffnet einen eigenen Blick auf Themen wie Beziehung, Selbstverbundenheit, Orientierung und leise Veränderung.


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